Aktuelle Stadtplanung

Bekanntmachung

zur Bauleitplanung der Gemeinde Westerkappeln

Bebauungsplan Nr.  86 "Gartenmoorweg"

hier: erneute Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 4a Abs. 3 i.V.m. § 3 Abs. 2 BauGB

Der Rat der Gemeinde Westerkappeln hat am 07.02.2013 gemäß § 2 Baugesetzbuch (BauGB) die Aufstellung des Bebauungsplan Nr. 86 "Gartenmoorweg" beschlossen und am 14.06.2013 ortsüblich bekannt gemacht.

Aufgrund von erforderlichen Planänderungen durch das Gerichtsurteil vom 05.12.2017 des OVG Münster hat der Rat der Gemeinde Westerkappeln in seiner Sitzung am 27.09.2018 beschlossen, den Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 86 "Gartenmoorweg" einschließlich der Begründung gemäß § 4a Abs. 3 i.V.m. § 3 Abs. 2 BauGB erneut öffentlich auszulegen. Es handelt sich dabei um ein ergänzendes Verfahren nach § 214 Abs. 4 Baugesetzbuch. Der Öffentlichkeit sowie den durch die Planung berührten Behörden und Trägern öffentlicher Belange wird erneut Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben.

Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 86 "Gartenmoorweg" ist in der nachfolgenden Darstellung durch eine schwarze gestrichelte Linie umrandet. Das Plangebiet wird im Norden durch die Sandstraße begrenzt. Südöstlich vom Plangebiet verlaufen der Gartenmoorweg und die Tecklenburger Nordbahn. Nordwestlich ist das Plangebiet durch Wohnbebauung, die von der Königsberger Straße erschlossen wird, südwestlich durch die Straße Am Königsteich und östlich durch eine landwirtschaftliche Hofstelle und landwirtschaftlich genutzte Flächen begrenzt.

Flächenplan

Der Entwurf des Bebauungsplan Nr. 86 "Gartenmoorweg" liegt gemäß § 4a Abs. 3 i.V.m. § 3 Abs. 2 BauGB einschließlich Begründung, Umweltbericht und den verwendeten DIN-Normen in der Zeit vom 22.10.2018 bis einschließlich 23.11.2018 im Rathaus, Große Straße 13, 49492 Westerkappeln, Zimmer 17, während der Öffnungszeiten für jedermann zur Einsicht erneut aus.

Folgende Arten umweltbezogener Informationen und Stellungnahmen sind (z.T. in Form von Fachgutachten) verfügbar und liegen ebenfalls öffentlich aus:

  1. Umweltbericht mit Aussagen zu Bestandsaufnahme und –bewertung, Wirkungsprognose, umweltrelevanten Maßnahmen und Monitoring bezüglich der Schutzgüter Mensch (Vorbelastung durch Lärmimmissionen aufgrund der Bahnanlagen und Belastung durch Geruchsimmissionen und Tierlärm aus der Landwirtschaft), Boden (Wasserdurchlässigkeit und Filterwirkung nicht schutzwürdiger Böden), Wasser (Einflüsse auf das Oberflächen- und Grundwasser,) Luft und Klima (Aussagen zur Funktion als Kaltluftentstehungsgebiet und zu den klimatischen Verhältnissen), Pflanzen (Aussagen zur Obstwiese, Hecke mit lebensraumtypischen Gehölzen, Wallhecke und Einzelbäumen und Baumgruppen) und Tiere (Vögel (planungsrelevante Vogelarten mit Status Revierinhaber: Kiebitz, Feldsperling, Steinkauz, Rebhuhn, Schleiereule), Fledermausarten, Zauneidechsen, Amphibien), Biologische Vielfalt, Schutzgebiete und –objekte (Wallhecke als geschützter Landschaftsbestandteil), Landschaft (Großlandschaft "Weserbergland", Orts- und Landschaftsbild), Kultur- und Sachgüter (Kulturgüter Wallhecke, Gebäude einer Hofstelle) und Wechselwirkungen sowie zur Eingriffs-/ Ausgleichsbilanzierung (Landschaftspflegerischer Fachbeitrag).
     
  2. Umweltbezogene Stellungnahmen von Privaten, Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange zu den Themen Naturschutz und Landschaftspflege, Immissionsschutz, Bodenschutz, Artenschutz, Ver- und Entsorgung und verkehrliche Erschließung. Seitens der Privaten wurden Einwendungen gegen die Untersuchung von Fledermausquartieren vorgebracht sowie  fehlende Untersuchungen bezüglich der Amphibien im Plangebiet und Mängel bei der Untersuchung der Vogelarten gerügt. Weiterhin wurden der Umfang der Artenschutzmaßnahmen für den Steinkauz, Feldsperling und Kiebitz als unzureichend kritisiert. Es wurden Bedenken und Anregungen zur Verkehrssituation, zu Geruchs-, Schadstoff- und Schallimmissionen bezüglich des Verkehrs und des landwirtschaftlichen Hofes im Osten des Plangebietes, zum Fehlen eines Entwässerungskonzepts, zum Freiflächenverbrauch und der Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Nutzfläche, zu sonstigen Aspekten des Naturschutzes und der Landschaftspflege wie der vorgesehenen Kompensation von Eingriffen und zur Alternativenprüfung vorgetragen.

     
Arten der vorhandenen InformationenUrheberThematischer Bezug
(4) Stellungnahmen sonstiger Träger öffentlicher BelangeKreis Steinfurt-Umwelt- und PlanungsamtStellungnahme zu im Plangebiet auftretenden Geruchsimmissionen benachbarter Tierhaltungen
LWL-Archäologie für WestfalenHinweis auf die Verortung möglicher Bodendenkmäler
Landwirtschaftskammer Nordrhein-WestfalenBedenken bezüglich der Entwicklungsmöglichkeiten einer benachbarten Hofstelle und der Oberflächenentwässerung im Plangebiet. Kritik der Kompensationsplanung
Regionalforstamt MünsterlandAnregungen und Vorschläge zu Festsetzungsmöglichkeiten der Wallhecke im Plangebiet
LandeseisenbahnverwaltungBedenken bezüglich der Sicherheit an den Bahnübergängen Am Königsteich und Gartenmoorweg
(8) FachgutachtenIngenieurplanung WallenhorstÜberarbeitung Schalltechnische Beurteilung einschließlich Verkehrsprognose – Überprüfung und Ergänzung
Überarbeiteter Artenschutzbeitrag zu den Brutvögeln (planungsrelevante Vogelarten mit Status Revierinhaber: Kiebitz, Feldsperling, Steinkauz, Rebhuhn, Schleiereule) und Zauneidechsen, Amphibien mit Artenschutzrechtlicher Prüfung und Beschreibung von Vermeidungs- und vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen und Fledermäuse.
LandPlan OS LandschaftsplanungUntersuchung zur Wirksamkeit durchgeführter Artenschutzmaßnahmen für die Vogelarten Steinkauz und Feldsperling nebst Bestandserfassung des Rebhuhns
Bericht zur ökologischen Baubegleitung (ÖBB) 2017
Wenker & GesingGeruchstechnische Untersuchung zu geruchsemittierender Tierhaltung benachbarter Hofstellen
Schalltechnische Untersuchung des Tierlärms an der angrenzenden Hofstelle


Die sonst eingegangenen Stellungnahmen der Öffentlichkeit und sonstigen Trägern öffentlicher Belange liegen ebenso öffentlich aus.  

Während der Auslegungsfrist können bei der Gemeinde Westerkappeln, Große Straße 13, 49492 Westerkappeln Stellungnahmen schriftlich oder während der Dienststunden mündlich zur Niederschrift der Gemeindeverwaltung abgegeben werden. Die Unterlagen sind auch im Internet unter www.gemeinde-westerkappeln.de unter Aktueller Stadtplanung online einsehbar. Stellungnahmen können auch per Mail an die Gemeinde gerichtet werden. Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über den Bauleitplan gemäß § 4a Abs. 6 BauGB unberücksichtigt bleiben.

Gemeinde Westerkappeln, den 27.09.2018

Die Bürgermeisterin
 

Bedeutsame Planungskonzepte der Gemeinde Westerkappeln

  • Integriertes Handlungskonzept Ortskern (IHK)

    Die Gemeinde Westerkappeln hat durch das Planungsbüro Wolters Partner, Coesfeld, in der Zeit von Juli 2010 bis Juli 2011 ein integriertes Handlungskonzept für den Ortskern erarbeiten lassen. Dabei sind die aktuelle Situation des Ortskerns "unter die Lupe" genommen, Missstände analysiert und die Erkenntnisse vorliegender Gutachten und Planungen zusammengeführt worden.
    Mit dem Handlungskonzept steht der Gemeinde ein kurz- bis mittelfristiges Maßnahmenpaket als roter Faden für die zukünftige Entwicklung des Ortskerns zur Verfügung. Besonders wichtig ist dabei, dass durch das Konzept privaten Investoren Entwicklungsmöglichkeiten im Ortskern aufgezeigt werden können.
  • Einzelhandels- und Zentrenkonzept

    Die Gemeinde Westerkappeln hat in den Jahren 2007 und 2008 in Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Dr. Fackler, Osnabrück, ein Einzelhandels- und Zentrenkonzept zur Steuerung der Einzelhandelsentwicklung im Gemeindegebiet mit dem Ziel der Sicherung und Steigerung der Attraktivität des Ortskerns als Haupteinkaufsplatz erarbeitet. Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept ist vom Rat der Gemeinde Westerkappeln im Oktober 2008 beschlossen worden.
     
  • Flächennutzungsplan 2020

    Die Gemeinde Westerkappeln hat in den Jahren 2004 - 2008 das Planverfahren zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes (FNP 2020) durchgeführt.
    Der neue Flächennutzungsplan der Gemeinde Westerkappeln (FNP 2020) ist im Oktober 2008 durch Bekanntmachung rechtswirksam geworden. Der Flächennutzungsplan stellt für das gesamte Gemeindegebiet die beabsichtigte städtebauliche Entwicklung für mindestens die nächsten 15 Jahre in den Grundzügen dar.

    Die Planzeichnung des FNP 2020, die Begründung sowie der Umweltbericht liegen somit vor und können eingesehen werden.

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