Eichenprozessionsspinner


Der Eichenprozessionsspinner ist seit jeher in Deutschland angesiedelt. Seit einigen Jahren

breitet sich dieser vom Niederrhein her kommend weiter in Richtung Norden aus. Witterungsabhängig

ist die Raupe ab Anfang Mai bis in den Juli hinein an Eichenbeständen zu

finden.


Die Raupe bildet im Laufe ihrer Entwicklungsstadien eine hohe Anzahl an Widerhaken

bewehrten Brennhaaren aus, welche ein Nesselgift (sog. Thaumetopoein) beinhalten. Diese

Brennhaare brechen leicht ab, können jedoch auch gegen Feinde abgeschossen werden.

Die Brennhaare können durch Luftströmungen teilweise sehr weit (bis zu 200 m) getragen

werden und sind regelmäßig auch in den bereits verlassenen Nestern in großer Anzahl vorhanden.


Was passiert bei dem Kontakt mit den Brennhaaren?


Ein Kontakt mit den Brennhaaren löst bei Menschen und Tieren häufig Hautausschläge,

leichte Schwellungen, Brennen, starken Juckreiz bis zu Quaddeln aus. Neben den Hautreaktionen

können sich auch Atemwegsreizungen, Bindehautreizungen, Schwindelgefühl sowie

auch Schüttelfrost und Fieber einstellen. In ganz seltenen Fällen kann es zu allergischen

Schockreaktionen kommen. Im Gebiet des Kreises Steinfurt und auch darüber hinaus sind

allerdings keine gravierenden Fälle bekannt geworden.


Wie verhalte ich mich richtig?


- Keinesfalls selbst tätig werden, um die Nester zu beseitigen! Durch Abflammen

oder Abspritzen können die Brennhaare aufgewirbelt werden und sich weiter verteilen.

Die Bekämpfung und Beseitigung der Raupen und deren Nester erfolgt auf

kommunaler Ebene ausschließlich unter Anwendung von Atemschutz und Schutzbekleidung.

-Jeden direkten Kontakt mit den Raupen und deren Nestern auch über den fraglichen

Zeitraum hinaus (z.B. bei der Gartenarbeit oder bei Ausflügen) unbedingt vermeiden.

Das gilt auch für bereits verlassene Nester, denen die Brennhaare nach wie vor

anhaften.

- Bei einem Befall im Garten oder in unmittelbarer Nähe draußen keine Wäsche trocknen

oder Spielgeräte nutzen. Bei Kontakt ein Duschbad inkl. Haarwäsche nehmen

und die Kleidung wechseln. Kleidung bei mindestens 60 ° waschen.

-Befallene Gebiete und mit Warnschildern gekennzeichnete bzw. abgesperrte Bereiche

meiden. Nicht an dort vorhandene Tischgruppen/Bänke oder auf die Wiese setzen.

-Bei einem Aufenthalt in befallenen Gebieten notfalls Nacken, Hals, Arme und Beine

bedecken.

-Bei dem Auftreten gesundheitlicher Beeinträchtigungen einen Arzt konsultieren und

auf einen Kontakt mit den Raupenhaaren hinweisen.


Welche Maßnahmen finden statt?


Es handelt sich hierbei um ein natürliches Phänomen, welchem auch mit natürlichen Mitteln

begegnet wird. So wurden neben Lockfallen auch Nistmöglichkeiten für die natürlichen

Fressfeinde geschaffen.
 

In allen sensiblen öffentlichen Bereichen (u.a. Kindergärten, Schulen, Haltestellen, Sportanlagen)

wird durch regelmäßige Sichtkontrollen der Kommune bereits frühzeitig mit geeigneten

Bekämpfungsmaßnahmen begonnen. Neben dem Einsatz des Baubetriebshofes werden

auch Fremdfirmen mit der Beseitigung der Nester durch Absaugen beauftragt. In den weniger

sensiblen Bereichen und auch an öffentlichen Plätzen und Wegen werden Warnhinweise

angebracht. Bei Bedarf erfolgt eine Sperrung, z.B. von öffentlichen Sportanlagen, Spielbereichen

oder Grillplätzen.
 

Für die Entfernung von Nestern auf privaten Grundstücken ist der Eigentümer verantwortlich.
 

Ob ein Einsatz von Fraßgiften erfolgt entscheidet jede Kommune unter Einbeziehung aller

individuellen Begebenheiten vor Ort. Vorläufig wird zumeist auf den Einsatz verzichtet da

diese alle Falterarten vernichten würden. Die Fraßgifte müssen mit hohem Ressourceneinsatz

witterungsabhängig mehrmals im Baumwipfelbereich aufgebracht werden, um ihre vollständige

Wirkung entfalten zu können. Notwendige Absperrmaßnahmen zum Schutz der

Bevölkerung wären zudem mit starken Beeinträchtigungen im öffentlichen Raum verbunden.
 

Zu den Spitzenzeiten sind landesweit alle verfügbaren Fachfirmen zur Bekämpfung des

Eichenprozessionsspinners im Einsatz. Aufträge werden daher nach Dringlichkeit und Schritt

für Schritt erledigt. Die Gemeinde bittet um Verständnis, dass es teilweise zu mehrwöchigen

Wartezeiten kommen kann.
 

Weitere Hinweise
 

Es besteht nach wie vor keine Meldepflicht. In den öffentlichen Bereichen sind seitens der

Kommunen nahezu alle befallenen Eichen erfasst und gekennzeichnet.

Sollten Sie abweichend zum Regelfall konkrete Hinweise oder Fragen haben, steht Ihnen

Herr Wilbrand zur Verfügung.
 

Weitergehende Informationen können Sie jederzeit bei folgenden Stellen erhalten:

• Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Landes NRW, www.munlv.nrw.de

• Landesbetrieb Wald und Holz, www.forstschutz.nrw.de

• Landwirtschaftskammer NRW, www.pflanzenschutzdienst.de

• Gesundheitsamt des Kreises Steinfurt, www.kreis-steinfurt.de

• Gemeinde Westerkappeln, Friedhelm Wilbrand

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