„KhoriKappeln“ zu Gast im Rathaus

Namibisch-deutsche Projektgruppe beschäftigt sich intensiv mit nachhaltiger Entwicklungspolitik und Ungleichheiten


Mit dem Posaunenchor der evangelischen Uitani Kirchengemeinde aus Khorixas, Namibia nahm Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer dieser Tage besonderen Besuch in Empfang. Die dreizehnköpfige Gruppe folgte der Einladung der Band Confession der evangelischen Kirchengemeinde Westerkappeln. Kennengelernt haben sich die beiden Musikgruppen im Jahr 2015, als die Band den Kirchenkreis Otjiwarongo, Namibia besuchte.

Gemeinsam haben die Musiker nun das Projekt „KhoriKappeln – Begegnung ist der erste Schritt“ ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Projektes, das vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert wird, werden sich die Teilnehmer intensiv mit den Zielen für nachhaltigen Entwicklungspolitik (Agenda 2030) und speziell mit der Zielsetzung „Reduzierte Ungleichheiten“ auseinandersetzen. Am Ende der Projektphase sollen die Ergebnisse in einer Ausstellung zusammengetragen werden, deren Eröffnung für den 01. Oktober 2017 vorgesehen ist.

Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer freute sich über den Besuch aus der Gemeinde Khorixas, zu der seit 2014 eine kommunale Entwicklungspartnerschaft besteht. Sie zeigte sich froh, dass die gesamte Gruppe nach Deutschland einreisen durfte. Noch am Tag der Abreise war es ungewiss, ob allen Namibiern das benötigte Visum ausgestellt werden wird.

Die verschiedenen Einreisebedingungen nahm die Bürgermeisterin zum Anlass, auf bestehende Ungleichheiten aufmerksam zu machen. Dabei machte sie allerdings deutlich, dass es für die Gruppe nicht möglich sein werde, sämtliche Ungleichheiten auf dieser Welt auszugleichen. „KhoriKappeln“ könne jedoch dazu beitragen, Ungleichheiten aufzudecken und näher in den Fokus zu rücken. Erst wenn jeder in unserer Gesellschaft ein Bewusstsein dafür entwickele, wo etwas nicht gleich, etwas vielleicht auch nicht gerecht laufe, könne begonnen werden, etwas dagegen zu unternehmen.

Seine tiefe Dankbarkeit drückte Sebastian Ignatius !Gobs, Leiter des Posaunenchores und namibischer Verantwortlicher für „KhoriKappeln“ aus. Es sei nicht selbstverständlich, dass Menschen aus Namibia die Möglichkeit geboten werde, nach Deutschland reisen dürfen. Der überwiegende Teil der 14- bis 60-Jährigen Gruppenmitglieder sei ohnehin nach nie im Ausland gewesen. Die heutige Begegnung öffne daher Türen, so !Gobs weiter. Man habe nun die Gelegenheit, einmalige Erfahrungen zu sammeln und aktiv Entwicklungspolitik zu betreiben.

Nach dem Eintrag in das Gästebuch der Gemeinde Westerkappeln nutzte Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer die Gelegenheit, sich bei Melanie Wehmeier, Linda und Philipp Kuhl sowie Pfarrer Olaf Maeder zu bedanken. In den letzten Wochen und Monaten haben diese Bandmitglieder unermüdlich dazu beigetragen, „KhoriKappeln“ überhaupt realisieren zu können.

Mit dem Wunsch nach unvergesslichen, spannenden und lehrreichen Tagen in Westerkappeln verabschiedete Annette Große-Heitmeyer die Gäste aus dem südlichen Afrika: „Genießt die Zeit, sammelt Eindrücke und schließt Freundschaften“. Im Anschluss an den Empfang folgte eine Besichtigung des Löschzugs Velpe der Freiwilligen Feuerwehr Westerkappeln.

Westerkappeln, den 22.09.2017

Den Posaunenchor der evangelischen Uitani Kirchengemeinde aus Khorixas, Namibia begrüßte Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer (r.) im Westerkappelner Rathaus. Gemeinsam mit der Band Confession werden sich die Gäste aus dem südlichen Afrika intensiv mit nachhaltiger Entwicklungspolitik auseinandersetzen und eine Ausstellung erarbeiten.