Kita Glückswichtel: Gemeinde, Träger und Eltern im Austausch
Aktuelle Bedarfsprognose im Sozialraum Hollenbergs-Hügel schafft neue Grundlage für weitere Planungen
Westerkappeln. Fachdienstleiter Ordnung Jan-Niklas Hänsler und Bürgermeister Niklas Schulte haben die Kita Glückswichtel im Ortfeld besucht. Gemeinsam mit Birgitt Overesch und Romana Teupe Jugend- und Familiendienst e. V. aus Rheine (jfd) fand ein offener Austausch mit Maike Heckmann, Leitung der Kita, und den Elternbeiräten statt.
Der jfd aus Rheine ist seit 2022 Träger der Kita im Sozialraum Hollenbergs Hügel. Da der Träger über keine eigenen Räumlichkeiten verfügte und zum Start keine geeigneten Alternativen zur Verfügung standen, ermöglichte die Gemeinde Westerkappeln den Kita-Betrieb in einer Containeranlage auf dem Gelände der früheren Kirche Handarpe. Die Fläche ist von der Evangelischen Kirchengemeinde angepachtet; die Container befinden sich inzwischen im Eigentum der Gemeinde.
Ein zentrales Thema des Austausches war die langfristige Perspektive der Einrichtung. „Die zu Beginn des Jahres vorliegenden Prognosen ließen keine verlässliche Aussage über den künftigen Bedarf zu und deuteten eher auf sinkende Gruppenzahlen im Sozialraum hin. Deshalb wurden die Planungen für einen Ersatzbau zunächst nicht weiter vorangetrieben“, erläutert Bürgermeister Schulte. Auch vor dem Hintergrund der allgemeinen Entwicklung der Kinderzahlen und möglicher Rückzahlungsverpflichtungen bei Investitionskostenzuschüssen war zunächst ein zurückhaltendes Vorgehen angezeigt.
Inzwischen liegen qualifizierte Daten vor, auf deren Grundlage das Kreisjugendamt die Bedarfsberechnung nach dem Hildesheimer Modell aktualisiert hat. Das Ergebnis bestätigt einen konstanten Betreuungsbedarf im Süden Westerkappelns und damit auch den Bedarf für die Kita Glückswichtel.
„Mit den neuen Zahlen haben wir eine deutlich bessere Planungsgrundlage. Deshalb nehmen wir die bereits begonnenen Gespräche über eine dauerhafte Lösung wieder auf“, so Schulte. Auch die bereits weit fortgeschrittene Bauleitplanung für den Standort soll wieder aufgegriffen werden.
Neben der langfristigen Perspektive wurden weitere Themen aus dem Kita-Alltag offen besprochen. Auch jfd-Vorständin Birgitt Overesch bewertet das Gespräch positiv: „Der direkte Austausch mit dem Bürgermeister hat den Eltern und den Mitarbeitenden viel bedeutet.“
„Jetzt gilt es, auf Grundlage der aktuellen Bedarfszahlen die nächsten Schritte gemeinsam anzugehen“, so Bürgermeister Schulte abschließend.
Trafen sich zum Austausch in der Kita Glückswichtel: Kita-Leitung Maike Heckmann (2.v.l.), Bürgermeister Niklas Schulte (4.v.l.), Ramona Teupe (4.v.lr.), Birgitt Overesch (3.v.r.), Ordnungsamtsleiter Jan-Niklas Hänsler (2.v.r.) sowie Vertreterinnen und Vertreter des Elternbeirats und aus dem Kollegium. Bildquelle: Jugend- und Familiendienst e. V. (jfd) / Romana Teupe
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