Open-Air-Kino nimmt Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft in den Blick
Dokumentarfilm „Bittere Früchte“ im Regenbogenland gezeigt
Westerkappeln. Ein besonderes Highlight der Veranstaltungsreihe rund um die diesjährige Woche der Klimaanpassung sowie der Fairen Woche in der Gemeinde Westerkappeln war das Open-Air-Kino im Regenbogenland. Die Organisation lag in den Händen der örtlichen Fairtrade-Steuerungsgruppe gemeinsam mit der Seniorenvertretung und dem Evangelischen Familienzentrum Am Kapellenweg.
Nach Einführungsworten von Axel Obermann (Seniorenvertretung) startete die Vorführung des Dokumentarfilms „Bittere Früchte“.
Blick hinter die Kulissen der europäischen Landwirtschaft
Frisches Obst und Gemüse ist heute nahezu ganzjährig verfügbar. Der Film richtete den Blick auf die Menschen, die hinter der Ernte stehen. Viele von ihnen sind Wanderarbeitskräfte, die zeitweise in den großen landwirtschaftlichen Anbauregionen Europas tätig sind.
Anhand verschiedener Beispiele zeigte die Dokumentation Arbeits- und Lebensbedingungen, die sich teilweise deutlich von den in Deutschland bekannten Standards unterscheiden. Thematisiert wurden unter anderem fehlende oder unsichere Beschäftigungsverhältnisse, geringe Entlohnung, mangelnde soziale Absicherung und schwierige Wohnverhältnisse. Zugleich beleuchtete der Film die wirtschaftlichen Strukturen und Abhängigkeiten, unter denen diese Formen der Beschäftigung entstehen und fortbestehen.
Perspektiven und Lösungsansätze
Neben den dargestellten Problemen widmete sich die Dokumentation möglichen Lösungsansätzen. Thematisiert wurden politische Bemühungen um verbindlichere Standards entlang von Lieferketten und eine stärkere Verantwortung innerhalb des Handels. Als praktisches Beispiel stellte der Film zudem eine Kooperative aus Süditalien vor, die Orangen unter faireren Arbeits- und Produktionsbedingungen erzeugt.
Zum Abschluss griff Beate Steffens von Aktion Humane Welt e. V. einige Aspekte des Films auf. Sie verwies darauf, dass Fragen nach angemessener Vergütung und wirtschaftlichem Druck auch die heimische Landwirtschaft betreffen. Zugleich machte sie darauf aufmerksam, dass Verbraucherinnen und Verbraucher mit ihren Kaufentscheidungen Einfluss auf Produktions- und Handelsbedingungen nehmen können.
Kontakt für Rückfragen:
Gemeinde Westerkappeln
FD 61 / Klimaanpassungsmanagement
Katherine Peschka Martinez
Telefon: 05404/887-165
Mail: katherine.peschka-martinez@westerkappeln.de
Immer up to date: E-Mailadresse für den wöchentlichen …kiek mol in… anmelden unter kiekmolin@westerkappeln.de oder folge uns auf Instagram .