Sommerradtour führt durch Westerkappelns Geschichte
Von Seeste bis Düte: Westerkappeln gemeinsam auf dem Fahrrad entdecken
Westerkappeln. Rund 25 Bürgerinnen und Bürger haben sich am Sonntag (30.08.) auf den Weg gemacht, um Westerkappeln bei der diesjährigen Sommerradtour der Gemeinde aus einer besonderen Perspektive kennenzulernen. Jung und Alt, mit und ohne E-Antrieb sowie alteingesessene Westerkappelnerinnen und Westerkappelner und Zugezogene waren gemeinsam unterwegs.
Gestartet wurde auf dem Kirchplatz. Bürgermeister Niklas Schulte begrüßte die Teilnehmenden und gab einen kurzen Ausblick auf die rund 25 Kilometer lange Strecke: „Mit unserer Sommerradtour möchten wir zeigen, was unsere Gemeinde zu bieten hat, und miteinander ins Gespräch kommen. In diesem Jahr werden wir dabei einen Blick in die Vergangenheit werfen und Menschen vorstellen, die dazu beitragen, unsere Geschichte zu bewahren und sichtbar zu machen“.
Nach den ersten Kilometern legte die Gruppe auf dem Hof Dexter aus Kappeln zur Aa eine kleine Zwischenpause mit einer Eisstärkung ein. Anschließend führte die Tour zum neu gestalteten Informations- und Erinnerungsort am Großsteingrab Seeste. Dort gab Peter Herschlein vom Kultur- und Heimatverein Westerkappeln Einblicke in die Entstehung des neuen Ortes und berichtete über die Geschichte des mehr als 5.000 Jahre alten Großsteingrabes. Das Bodendenkmal selbst ist heute nicht mehr erhalten, seine Geschichte und frühere Bedeutung werden durch den neu geschaffenen Ort jedoch wieder sichtbar und erfahrbar gemacht.
Weiter ging es über den Bürgerradweg von Seeste in Richtung Westerkappeln, der im vergangenen Jahr inoffiziell den Namen „Werner-Sievert-Radweg“ erhielt und damit an den kürzlich verstorbenen Werner Sievert erinnert, der sich maßgeblich für die Entstehung dieser Radwegeverbindung eingesetzt hatte.
Über Sennlich führte die Strecke schließlich nach Düte zum Traktorenmuseum. Wolfgang Gehrke und Lars Kellermeyer nahmen die Gruppe mit auf eine Reise durch die Geschichte der landwirtschaftlichen Mechanisierung. Anhand zahlreicher Exponate erläuterten sie, wie technische Entwicklungen die Arbeit in der Landwirtschaft über die Jahrzehnte verändert haben. Ein besonderer Blickfang war dabei ein Lanz Moor-Bulldog, der in diesem Jahr auf eine 100-jährige Geschichte zurückblickt. Zugleich informierten die beiden über die anstehenden Feldtage des Museums am letzten Septemberwochenende.
Bei Bratwurst, Kaltgetränken und vielen Gesprächen klang die Sommerradtour anschließend am Traktorenmuseum aus.
Nach der guten Resonanz soll das Format fortgesetzt werden: Auch im kommenden Jahr wird die Gemeinde wieder zu einer Sommerradtour für Bürgerinnen und Bürger sowie insbesondere für Neubürgerinnen und Neubürger einladen. Ziel bleibt es, gemeinsam unterschiedliche Seiten Westerkappelns zu entdecken und dabei miteinander ins Gespräch zu kommen.
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